Pressemitteilung:
Poststelle in der Nordstadt soll 2012 aufgegeben werden
Partnerfilialen werden noch gesucht – Nachnutzung der Liegenschaft offen
Voraussichtlich im ersten Halbjahr 2012 wird die Deutsche Post AG auch die eigenbetriebene Filiale in der Dorotheenstraße in der Nordstadt aufgeben – allerdings nur unter der Voraussetzung, dass das Unternehmen bis dahin zwei so genannte „Partner-Filialen“ in unmittelbarer Nähe und mit gleichen oder verbesserten Serviceangeboten und Öffnungszeiten gewinnen kann. Dies teilte der Regionale Politikbeauftragte des Unternehmens, Berthold Hoppe, jetzt dem Bonner Landtagsabgeordneten Bernhard „Felix“ von Grünberg und Peter Kox, SPD-Stadtverordneter für die Äußere Nordstadt, mit.Langfristig plant die Post, nur noch die Filialen im Posttower in Bonn und im Deutschen Bundestag in Berlin selbst zu führen und ansonsten auf lokale Gewerbetreibende als Dienstleister zurückzugreifen. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der bisherigen Postfilialen drohen durch die Schließung zwar keine betriebsbedingten Kündigungen, sie werden aber an einen anderen Standort versetzt.
"Uns ist wichtig, dass der Service für die Nordstadt-Bevölkerung erhalten bleibt. Die Zusage eines ‚nahtlosen Übergang‘ bei mindestens vergleichbarer räumlicher Nähe und konstanten Öffnungszeiten ist dabei in unseren Augen wesentlich“, so die beiden SPD-Politiker. „Wir werden bei der 'Partnersuche' der Post zudem besonders auf den uns vor längerer Zeit schon versprochenen barrierefreien Zugang für ältere oder gehandicapte Bürgerinnen und Bürger sowie eine kundenfreundliche Anzahl von Parkmöglichkeiten achten. Denn wir wissen nicht erst seit 2008, dass den Bürgerinnen und Bürgern in der Nordstadt ‚ihre Post‘ wichtig ist.“ Bereits vor über drei Jahren hatten von Grünberg und Kox gemeinsam mit den beiden SPD-Ortsvereinen Bonn-Mitte und Bonn-Nord mehr als 1.000 Unterschriften für den Erhalt der Filiale sammeln können. Vor allem befürchtete oder bereits in anderen Partner-Filialen erfahrene Einbußen bei der Qualität des Service hatten seinerzeit zahlreiche Menschen zur Unterschrift bewegt.
Gemeinsam mit Post wolle man darüber hinaus im Gespräch bleiben über die zukünftige Nutzung der jetzigen Filiale. „Konkrete Pläne oder gar Festlegungen gibt es aber derzeit noch nicht“, betonen die beiden Sozialdemokraten.

