Pressemitteilung:
Uniklinik
Geplante Kürzungen bedrohen weiterhin Bonner Rechtsmedizin
Landtagsabgeordneter Bernhard „Felix“ von Grünberg bittet Landesregierung um Unterstützung
Bonn – In großer Sorge um die Funktionsfähigkeit des Instituts der Universität Bonn hat sich der Landtagsabgeordnete Bernhard „Felix“ von Grünberg schriftlich an die Landesregierung sowie an die Geschäftsführung der Uniklinik gewandt. Das Uniklinikum Bonn erwägt seit einiger Zeit, das Budget des Instituts für Rechtsmedizin von 1,6 Millionen Euro nahezu zu halbieren. Von den augenblicklich 25 Mitarbeitern würden dabei etwa 15 Stellen entfallen, so dass damit nur zehn Mitarbeiter verblieben.„Damit wäre davon auszugehen, dass das Institut weder die Aufgaben der Versorgung noch der Forschung und Lehre im gewohnten Umfang wahrnehmen kann“, so der Landtagsabgeordnete. Derzeit werden im Institut am Stiftsplatz neben zahlreichen anderen Aufgaben jährlich mehr als 300 Sektionen, rund anderthalb Tausend Leichenschauen und nahezu 5000 Blutalkoholuntersuchungen durchgeführt.
„Bereits vor zehn Jahren hat eine Überprüfung des leistungsbezogenen Personalbedarfs durch die KPMG eine Unterbesetzung des Instituts festgestellt – dabei standen damals sogar noch 29 Stellen zur Verfügung. Trotzdem konnten wir seinerzeit die Schließung nur knapp verhindern. Weitere Kürzungen sind daher absolut inakzeptabel, ja tödlich“, macht von Grünberg deutlich. Daher fordert er in seinen Schreiben die Landesregierung auf, die Angelegenheit zu überprüfen und entweder die entsprechenden Honorarsätze anzuheben, damit sich das Institut refinanzieren kann, oder aber dafür zu sorgen, dass die Stellenkürzungen unterbleiben.

