Landespolitische Themen
Teilhabe
Unsere Gesellschaft ist nicht gerecht. Viele Menschen sind ausgegrenzt, Behinderte, Kinder aus einkommensschwachen Familien, Menschen, die aus anderen Regionen stammen. Sie werden oft isoliert, das Schulsystem fördert die Ausgrenzung. Gesellschaftliche Teilhabe, teilnehmen am kulturellen, sportlichen und politischen Leben der Stadt ist für sie ein Fremdwort.Als Mitglied des Sozialausschuss im Rat der Stadt, im Landtag in Düsseldorf und in vielen anderen Funktionen habe mich dafür eingesetzt, dass diesen Menschen faire Chancen geboten werden.
Die Arbeit lohnt sich. Als SPD-Sprecher für die Belange der Behinderten in der Landschaftsversammlung Rheinland habe ich miterlebt und mitgestaltet, wie geistig Behinderte aus den großen Landeskliniken in ortsnahe Wohngemeinschaften umgezogen sind und wie glücklich sie darin ein weitgehend selbstbestimmtes Leben führen. Seitdem ist mir bewusst, welche Potentiale in denen stecken, wie wir als Behinderte abtun und wie notwendig es ist, dass die Gesellschaft einen neuen, unbefangenen Umgang mit ihnen lernt.
Die Konvention der Vereinten Nationen für die Rechte von Menschen mit Behinderungen setzt auf diesem gebiet völlig neue Maßstäbe. Sie verleiht diesen Menschen ein eigenes Recht auf Teilhabe, in der Schule, in der Ausbildung, im Beruf. Sie müssen überall am gesellschaftlichen Zusammensein teilnehmen können. Die Stadt Bonn hat einen Teilhabeplan beschlossen, an dem die Betroffenen mitgewirkt haben, und der ihre Ansprüche auf Teilhabe einlösen soll.
Gesellschaftliche Teilhabe ist eine Aufgabe der Kommunen der Länder und des Bundes. Der Bund darf Städte und Gemeinden und die Landschaftsverbände nicht auf den steigenden Kosten für die Eingliederungshilfe sitzen lassen.

