Landespolitische Themen

Integration

Wir, die Bürgerinnen und Bürger, werden in Deutschland in Zukunft weniger, älter und bunter. Wir müssen daher alles daran setzen, dass wir gemeinsam diese Veränderungen bewältigen.

Integration bedeutet, in der Gesellschaft aufgenommen zu werden, an Entscheidungen beteiligt zu werden, sich mitverantwortlich zu fühlen. Wer Teilhabechancen erlebt, wird diese auch ergreifen wollen. Ich setze mich dafür ein, dass Kinder aus Migrantenfamilien schon im Kindergarten so gut Deutsch lernen können, dass sie ohne Benachteiligungen den Anforderungen unseres Schulsystems gerecht werden können. Die am häufigsten vorkommenden Muttersprachen der Migranten sollten als 2. Fremdsprache an weiterführenden Schulen unterrichtet werden. Dies fördert nicht nur die eigene kulturelle Identität, sondern nutzt die Sprachkompetenz für die weitere wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands.

Migranten müssen am politischen Leben wirklich beteiligt werden. Ich habe den Ausländerbeirat (jetzt Integrationsrat) mitgegründet und war jahrelang Vertreter in diesem Gremium. Wir streben an, dass Migranten, die seit langem hier leben, nicht nur in den Kommunen wählen dürfen, sondern sich auch an Landtags- und Bundestagswahlen beteiligen können. Mit breiter Mehrheit ist es uns Anfang dieses Jahres gelungen, im Landtag das erste Integrations- und Teilhabegesetz in einem deutschen Flächenland zu verabschieden. Damit ist ein erster, wichtiger Schritt zur Stärkung der Integration vor allem durch Unterstützung von Migrantenselbstorganisationen und der Kommunen unternommen worden. Diesen Weg müssen wir - auch mit Blick auf Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus - konsequent weitergehen.